LMBV: Einbinden des Reudener Hauptgrabens in das Neue Vetschauer Mühlenfließ erfolgt

Seit Wiederinbetriebnahme der Behandlungsanlage Vetschau wurden bisher über 20 Tonnen Eisen aus dem dem Südumfluter zufließenden Wasser zurückgehalten

Senftenberg/Vetschau. Am 21.02.2014 erfolgte die bauliche Einbindung des Reudener Hauptgrabens in das Neue Vetschauer Mühlenfließ und kann nun auch durch die Wasserbehandlungsanlage Vetschau fließen.

Im 1. Bauabschnitt (BA) der Sofortmaßnahmen an den Spreewaldzuflüssen wurde am 21.05.2013 die Grubenwasserreinigungsanlage Vetschau öffentlichkeitswirksam als Behandlungsanlage wieder in Betrieb genommen. Das Wasser wird ihr durch das Neue Vetschauer Mühlenfließ zugeführt. Das Neue Vetschauer Mühlenfließ ist ein künstlicher Kanal, der zum Transport der gehobenen Grubenwässer der Tagebaue Seese-Ost und später Calau-Süd und Missen geplant und gebaut wurde. Nach der Wende wurde die Grubenwasserreinigungsanlage nicht mehr benötigt und ging in der Rechtsnachfolge an die LMBV über, die sie nun zur Wassergüteverbesserung nutzt.

Der Reudener Hauptgraben bindet in das Vetschauer Mühlenfließ ein. Im 1. BA wurde eine Pumpstation eingerichtet, die einen Teilstrom des Wassers des Reudener Hauptgrabens aus dem Vetschauer Mühlenfließ in das Neue Vetschauer Mühlenfließ überhebt. Das der Grubenwasserreinigungsanlage zufließende Wasser ist in Menge und Eisenbelastung saisonal stark schwankend. Im Sommer fließen rund 250 bis 500 l/s mit einer Konzentration von 5 bis 10 mg/l Eisen zu, während sich im Winter die Menge auf 500 bis 1.000 l/s mit einer Eisenkonzentration von 10 bis 30 mg/l erhöht.

Über das Neue Vetschauer Mühlenfließ und das Vetschauer Mühlenfließ werden rund 35 % der Gesamteisenfracht Richtung Südumfluter des Spreewaldes getragen. Der Anteil des Reudener Hauptgrabens liegt bei ca. 50  % dieser Menge.

Der Reudener Hauptgraben hat einen Durchfluss von 50 bis 100 l/s bei einer Eisenfracht von 30 mg/l im Sommer und 100 bis 200 l/s mit 50 mg/l Eisen im Winter. Mit der Einbindung des Reudener Hauptgrabens in das Neue Vetschauer Mühlenfließ kann seine gesamte Eisenfracht über die Grubenwasserreinigungsanlage Vetschau geleitet werden. Damit wird ein entscheidender Beitrag dazu geleistet, die Eisenfracht vor dem Spreewald abzufangen.

Das Wasser des Reudener Hauptgrabens ist mit pH-Werten zwischen 3 und 4 sehr sauer. Damit ergibt sich die Notwendigkeit der Konditionierung des der Grubenwasserreinigungsanlage zufließenden Wassers. Die LMBV geht davon aus, dass eine Konditionierungsanlage in diesem Jahr errichtet wird, so dass sie zum nächsten Winter einsatzfähig ist.

Seit Wiederinbetriebnahme der Behandlungsanlage Vetschau wurden bisher über 20 Tonnen Eisen aus dem dem Südumfluter zufließenden Wasser zurückgehalten.

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