LMBV: Pilotvorhaben am Dreiweiberner See hat Plan- und Budgetgenehmigung

Aufbau der Versuchsfelder soll im IV. Quartal termingerecht starten

Senftenberg/Lohsa. Das langfristig von der LMBV vorbereitete Pilotvorhaben am Ufer des Dreiweiberner Sees bei Lohsa hat die letzten Hürden zu seiner Umsetzung genommen, wie die Planungsabteilung Ostsachsen der LMBV jetzt informierte. Zwischenzeitlich liegen sowohl die behördliche Plangenehmigung als auch die finanzielle Genehmigung durch die entsprechenden Gremien für die Maßnahme vor. Auch die Ausschreibung für das Umsetzen des Vorhabens konnte von der LMBV abgeschlossen werden. Für den 29.09.2017 findet dazu eine erste Bauanlaufberatung statt, sodass der Bau voraussichtlich wie geplant im IV. Quartal 2017 beginnen wird, unterstreicht die LMBV-Mitarbeiterin Petra Melcher.

Zur „Abwehr von Gefahren gegen austretendes saures und eisenhaltiges Wasser“ in der Ufersickerlinie von Bergbaufolgeseen, welches möglicherweise geplante Nutzungen an Bergbaufolgeseen gefährdet bzw. beeinträchtigt, sollen im Rahmen des Pilotvorhabens nun Lösungsansätze entwickelt werden. Nach Errichtung der Versuchsfelder schließt sich der Probebetrieb und die Auswertung des Pilotvorhabens bis ein Jahr nach Fertigstellung an.

Was genau ist geplant und wurde ausgeschrieben?

  • Geprüft werden mit dem Pilotvorhaben am Speicherbecken Dreiweibern ein Drainagesystem, eine geosynthetische Dichtungsbahn sowie das Einbringen von Kalk. Dabei wurden für die Varianten eine ausreichende Auftriebssicherheit in Form von zusätzlichen Drainageschichten berücksichtigt.
  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilotvorhaben, bei denen die Varianten als unterschiedliche Betriebsregime nacheinander getestet werden, bietet es sich im Strandbereich Lohsa an, die Varianten gleichzeitig an nebeneinander gelegenen Uferbereichen zu entwickeln, zu errichten, messtechnisch zu überwachen und zu verallgemeinern.
  • Mit der Erprobung verschiedener Sanierungstechnologien soll im Rahmen des Pilotvorhabens die am besten geeignete Methode bestimmt werden. Je nach Erfolg der einzelnen Varianten kann die Technologie als Best-Practice nicht nur am Dreiweiberner See sondern auch andernorts Anwendung finden.

Die Umsetzung des Pilotvorhabens kann nun im IV. Quartal 2017 erfolgen. Eine wesentliche Anforderung ist jedoch, dass auch die Witterung dann mitspielt. Maßgebend beeinflussen könnten die Baumaßnahmen ggf. starke Niederschläge (könnten zu einem Aufweichen des Untergrundes führen und verhindern ggf. eine Befahrbarkeit der Flächen) und Perioden mit Frost (könnten zu einem Durchfrieren des Untergrundes führen und verhindern ggf. den Abtrag/ die Verspülung der Massen, führen ggf. zu einem Zufrieren des Dreiweiberner Sees und verhindern ebenfalls das Verspülen der Massen).

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