Weiterer Schritt für eine „Saubere Spree“ - Grundsatzvereinbarung zwischen LMBV und Heinz Sielmann Stiftung unterzeichnet

Wanninchen. Am 9. Oktober 2013 unterzeichneten LMBV-Geschäftsführer Prof.-Dr. Mahmut Kuyumcu und der Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung Michael Beier eine Grundsatzvereinbarung zur konkreten Untersetzung von Maßnahmen gegen die Verockerung des Spreewaldes.
Durch den fortschreitenden Grundwasserwiederanstieg tritt vermehrt saures, eisen-reiches Grundwasser in die Vorflut ein und wirkt sich zunehmend auf die Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer aus. Dies führt zu einer sichtbaren Braunfärbung der Fließgewässer. Die LMBV hat als Projektträger Maßnahmen zur Minderung der Eisenbelastung durchzuführen.
Zur Durchführung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen ist es unvermeidbar, neben Grundstücken der LMBV auch private Grundstücksflächen, u.a. der Heinz Sielmann Stiftung, in Anspruch zu nehmen. Die Heinz Sielmann Stiftung ist bereit, die LMBV bei der Erfüllung ihrer Aufgaben angemessen zu unterstützen.
Die dazu zwischen beiden Partnern abgeschlossene Grundsatzvereinbarung gilt bis mindestens Ende nächsten Jahres und kann verlängert werden.
Schwerpunkt der Vereinbarung ist der umfassende Informationsaustausch bei der Durchführung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen. Die Sielmann Stiftung wird die LMBV bei der temporären Wasserüberleitung vom Schlabendorfer See zum Lichtenauer See, bei der Neutralisation des Lichtenauer Sees und bei der Errichtung einer temporären Konditionierungsanlage sowie bei der Errichtung von Absetzbecken oder Ablagerungen in den tiefen Stellen der Seen zur Sedimentation von Eisenhydroxid-Schlämmen durch Bereitstellung der notwendigen Flächen unterstützen.
Die LMBV wird die beanspruchten Flächen ordungsgemäß wiederherstellen und entstandene Schäden regulieren. Die LMBV prüft nach Maßgabe der Sicherheitsstandards ein Betretungsrecht für eingewiesene Mitarbeiter der Sielmann Stiftung auf gesperrten Flächen, um das Monitoring, die Jagd und die Landschaftspflege im Naturraum sicherzustellen.

Die Heinz Sielmann Stiftung ist Eigentümerin von über 3.000 Hektar Naturschutzflächen im Bereich der ehemaligen Tagebaue Schlabendorf Nord und Süd (Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen).
Die LMBV zeichnet als Bergbauunternehmen verantwortlich für die ordnungsgemäße Beendigung der Bergaufsicht in den stillgelegten Braunkohlenbetriebe in Ostdeutschland, insbesondere für die Durchführung der in den Abschlussbetriebsplänen und wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschlüssen festgelegten Maßnahmen.

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