Zusammenführung in der ostdeutschen Bergbausanierung: Tochter GVV verschmilzt mit Mutter LMBV

Bergbauliche Aufgaben der GVV werden künftig unter dem Dach der LMBV planmäßig weitergeführt

Senftenberg/Sonderhausen. Im Zuge einer effizienten Gestaltung der Bergbausanierung in den ostdeutschen Bundesländern erfolgte zum 8. September 2014 die Verschmelzung der beiden Bundesgesellschaften LMBV und GVV. Die bisherige Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV) geht damit in der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) auf.

Hauptziel der 1992 gegründeten GVV war und ist die Stilllegung und Verwahrung derjenigen Unternehmen in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen untertägig Bergbau betrieben wurde und in denen die Förderung nach 1990 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden musste.

Die GVV ist ab sofort der neue Bereich Kali-Spat-Erz in der LMBV. Der bisherige Unternehmensstandort der GVV bleibt als Standort des neuen Bereiches in Sondershausen erhalten. Mit Wirksamwerden des Verschmelzens gehen sämtliche Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse, die mit der GVV bestehen, auf die LMBV über, es werden damit keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen.

Hintergrund zur GVV: Die GVV zeichnet für die Standorte des ehemaligen Kalibergbaus in Sondershausen, Bleicherode, Sollstedt, Bischofferode, Volkenroda, Roßleben, Dorndorf und Staßfurt verantwortlich. Zum Portfolio gehören die Gruben des Spatbergbaus in Gehren, Trusetal, Lengenfeld und Rottleberode. Weitere GVV-Standorte des Erzbergbaus sind in Altenberg, Niederröblingen, Elbingerode angesiedelt. Zur GVV gehören ebenfalls Flächen des übertägigen Steinkohlebergbaus in Zwickau und des Untergrundspeichers in Schönebeck.  Alle laufenden vertraglichen Regelungen der GVV werden durch die LMBV im Rahmen der  Rechtsnachfolge in bewährter und vertrauensvoller Weise fortgeführt.

Hintergrund zur LMBV: Hauptziel des Unternehmens, das seinen Sitz in der Lausitz in Senftenberg hat, ist die schnelle und wirtschaftliche Sanierung der stillgelegten Tagebaue und Veredlungsbetriebe als eine entscheidende Voraussetzung zur Nachnutzung dieser Standorte für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe, für Land- und Forstwirtschaft, den Naturschutz sowie für die touristische Nutzung. Die Wiedernutzbarmachung der ehemaligen Betriebsflächen erfolgt gemäß den im Bundesberggesetz festgelegten Verpflichtungen. Die LMBV zeichnet als Bergbauunternehmen und als Projektträgerin im Auftrag der Länder insbesondere verantwortlich für die Erreichung der in den Regionalplanungen der Länder definierten Sanierungsziele, die Herstellung der öffentlichen Sicherheit und die Vorbereitung der geplanten Nachnutzungen. Damit leistet die LMBV einen erheblichen Beitrag zur künftigen Entwicklung der Lausitzer und Mitteldeutschen Braunkohlereviere .

Mit der Verschmelzung sind im neuen Unternehmen per Stand vom 01.10.2014 859 Mitarbeiter und Auszubildende tätig. (Zahlenkorrektur v. 21.10.2014)

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