Verfüllen und Sichern unterirdischer Hohlräume

Zum Schutz der Erdoberfläche verfüllt und sichert der Bereich Kali-Spat-Erz, vormals als GVV eine Tochtergesellschaft der LMBV, die untertägigen Grubenhohlräume im Bereich der stillgelegten Kali-, Spat- und Erzbergwerke im Osten Deutschlands. Am 8. September 2014 erfolgte die Eintragung der Verschmelzung der GVV auf die LMBV in das Handelsregister. Die Aufgaben der GVV werden seitdem in der LMBV im Bereich Kali-Spat-Erz fortgeführt.

1992 war die GVV – Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH mit Sitz in Erfurt gegründet worden. Die LMBV war bis 2014 alleinige Gesellschafterin der GVV. 2014 wurde die GVV auf die LMBV verschmolzen und erfüllt fortan ihren Auftrag als eigener Bereich innerhalb der LMBV.

Ziel des Bereiches ist die Stilllegung und Verwahrung derjenigen Unternehmen in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen untertägig Bergbau betrieben wurde und in denen die Förderung in den Jahren 1990 und 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden musste. Daneben besteht die Aufgabe, die Betriebsteile – soweit möglich – einer Nachnutzung zuzuführen und die verwertbaren Vermögensteile zu privatisieren.

Zu diesem Zweck waren im Jahr 1993 acht bisher selbständige Unternehmen auf die GVV verschmolzen worden, später kamen weitere Betriebe bzw. Betriebsteile hinzu. Die Aufgaben der GVV als Zuwendungsempfänger des Bundes, und zu teilen finanziert vom Land Sachsen-Anhalt und vom Freistaat Thüringen, konzentrierten sich nach der Produktionseinstellung der Kali-, Spat- und Erzbergwerke im Osten Deutschlands auf folgende Schwerpunkte:

  • Langzeitliche Sicherung der Grubenbaue durch Versatzmaßnahmen zum nachhaltigen Schutz der Tagesoberfläche
  • Behandlung von austretenden Grubenwässern bis hin zur gefahrenlosen Einleitung der aufbereiteten Wässer in die Vorfluter
  • Geomechanische und hydrologische Sicherung und Rekultivierung von Halden und industriellen Absetzanlagen
  • Nachnutzungsorientierte Sanierung ökologischer Altlasten
  • Abbruch nicht nachnutzbarer Industrieanlagen und Bauten zur
  • Vermarktung von Liegenschaften und Immobilien

Das Verwahrungsmanagement bearbeitet mit seinen Kooperationspartnern ingenieurtechnische Leistungen, wie die Entwicklung von technisch und betriebswirtschaftlich optimierten Verwahrkonzepten für stillgelegte Bergwerke, die Durchführung behördlicher Genehmigungsverfahren, die Planung und Durchführung der untertägigen Sicherungs- und Verwahrmaßnahmen, wasserwirtschaftliche Maßnahmen und die Wiedernutzbarmachung von Tagesanlagen.