Gefahrenabwehrmaßnahmen am Knappensee – Stand der Sicherungsarbeiten 2026
Durch den Grundwasserwiederanstieg in der Lausitz, der mit der Stilllegung zahlreicher Tagebaue verbunden ist, stieg in vielen einstigen Tagebaubereichen die Gefahr von Böschungsversagen, so auch am Knappensee. Dauerhaft standsichere Böschungen und Hinterlandbereiche herzustellen ist besonders wichtig, um vorhandene Gefahren für Leben, Gesundheit und Eigentum zu beseitigen. Im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes wurde seit 2014 durch die LMBV und die Auftragnehmer das Ufer rund um den Knappensee fast komplett gesichert. Ein Großteil der Baumaßnahmen war bereits fertig gestellt als sich 2021 am steilen Ostufer ein Böschungsversagen ereignete. Rund eine Millionen Kubikmeter Kippenmaterial rutschte in den See. Es entstand ein Rutschungskessel von 300 mal 370 Metern. Die Sanierungszeitplanung wurde enorm zurückgeworfen. Mit Entschlossenheit wird weiter daran gearbeitet, den Knappensee so schnell wie möglich wieder freizugeben. In seiner Gesamtfläche wird das voraussichtlich bis 2031 dauern. Eine mögliche Teilfreigabe wird 2028 geprüft.

