Infrastruktur am Sedlitzer See nimmt weiter Gestalt an
Senftenberg/OT Sedlitz. Am 22. Juli 2026 konnte der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (ZV LSB) das offizielle Richtfest für das künftig markante Multifunktionsgebäude „KANU“ am Hafen der Sedlitzer Bucht am Sedlitzer See der LMBV mit Bauleuten und Gästen feiern.
Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg beging diesen Meilenstein zusammen mit den Bauleuten und dem Berliner Architekturbüro Cubus Plan GmbH. Das Gebäude ist optisch einem umgedrehten Kanu nachempfunden und setzt ein wichtiges Zeichen für die touristische Erschließung des Lausitzer Seenlandes.
Beim Richtfest war die zukünftige Kubatur des „umgekippten Kanus“, wie Landrat Alexander Erbert den Bau bezeichnete, bereits gut zu erahnen. Das Holzgerippe aus 16 Rahmenbindern ergibt die Form eines umgedrehten Kanus und soll zeigen, dass der Landschaftswandel „alles auf links dreht“ und künftig ein Hingucker für Seenland-Gäste sein wird, so Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer. Ein Kanu, das im Wasser fahren soll, wird gewöhnlich so gebaut, indem es zunächst auf dem Kopf steht. Beim Kanu-Haus werde so der „Fortschritt des entstehenden Seenlandes“ präsentiert, so die Architekten.
Die Außenhülle aus Holz auf 16 Brettsperrholzbindern überwölbt rund 760 Quadratmeter Fläche, davon 387 Quadratmeter Nutzfläche. Das Gebäude, dass 2027 fertig gestellt werden soll, dient künftig als Wasserwanderstützpunkt und bietet Aufenthalts- und Umkleideräume, Sanitäranlagen und die Möglichkeit für einen Imbisses. Auch das das Büro des Sedlitzer Ortsvorstehers Frank Ciesielski wird dort angesiedelt sein. Die Inbetriebnahme ist für den Frühsommer 2027 zum Start der dortigen Wassersportsaison vorgesehen.
Am 23. Juli 2025 war der erste Spatenstich für das Gebäude getätigt worden. Fast genau zwölf Monate später erfolgte jetzt das Richtfest. Im abgelaufenen Jahr mussten vom ZV LSB manche Herausforderungen gelöst werden. Insbesondere der Baugrund mit Resten aus der früheren Bergbautätigkeit hatte für einen erhöhten Aufwand gesorgt, da dort ein Geogitter ergänzend eingebracht werden musste, um mögliche Setzungen des Bodens zu vermeiden.
Das „umgedrehte Kanu“ ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den einst der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Bauherr ausgeschrieben hatte. Als Gewinner ging das Büro Cubus Plan GmbH hervor. Die Firma bezeichnet das Sedlitzer Kanu-Haus als „Transformation von Technik zu Natur“. Das Gebäude soll die Nutzung für Wassersport und Tourismus ausstrahlen, die Identität des Ortes erlebbar machen und als Landmarke wirken. Die Ideen für das Kanu-Gebäude waren bereits vor zwanzig Jahren zusammen mit den Sedlitzer und den Planern der LMBV im Rahmen der IBA-Ideenfindungen mit entwickelt worden, wie die Landschaftsarchitektin Elke Löwe anmerkte. (UST)
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber



