Türkisch-Deutscher Austausch bei Seerundfahrt auf dem AQUAFORUM
Senftenberg/Lichterfeld. Am 2. Juli 2026 besuchte die stellvertretende türkische Umweltministerin Fatma Varank auf Einladung des BMUNK das Besucherbergwerk F 60 und das AQUAFORUM auf dem Bergheider See. Sie wurde von Rita Schwarzelühr-Sutter, der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und weiteren Mitarbeitern begleitet.
Die LMBV war stellvertretend zu einer regionalen Gesprächsrund dazu geladen worden, wo u. a. Alena Friedrich, Projektmanagerin bei ZV LSB und Marcus Ott, Leiter des Sachgebiets Wirtschaft und Förderung beim Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) zu lokalen KoMoMa-Projekten am Senftenberger und Sedlitzer See vortrugen.
Der Lausitz-Beauftragte des Landes Brandenburg. Dr. Klaus Freytag, hatte in das Thema des Klimaschutzes und des geplanten Kohleausstiegs und den damit verbundenen Herausforderungen im Land Brandenburg eingeführt. Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter, erklärte insbesondere die Rolle der LMBV im Lausitzer Strukturwandel nach der Deutschen Einheit.
Susanne David von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH, in der rund 1.000 Beschäftigte verteilt auf die Standorte Berlin, Bonn und Cottbus arbeiten, stellte das Konzept KoMoNa vor. KoMoNa steht dabei für „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“. Es handelt sich dabei um ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums.
Diese Vorstellung wurde von Dr. Kai Winkelmann ergänzt. Er leitet beim Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) das Fachgebiet „Think Tank und Cluster Dekarbonisierung der Industrie“. Das in Cottbus ansässige KEI wird von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betrieben und arbeitet im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums.
Der Klimatologe Dr. Martin Kühne sprach für Grünen und die schon lange existierende Umweltgruppe Cottbus und setzte sich kritisch mit der großen Wasserfläche des Cottbusser Ostsees der LEAG auseinander. Er betonte dabei die Notwendigkeit eines effektiven Wasserrückhalts in der Lausitz und wünschte sich vom Bergbautreibenden kleiner gestaltete künftige Bergbaufolgeseen.
Die stellvertretende türkische Umweltministerin Fatma Varank, die regelmäßig zu politischen Konsultationen — wie etwa im Rahmen des hochrangigen Deutsch-Türkischen Klima- und Umweltlenkungsausschusses oder des Petersberger Klimadialogs — nach Berlin reist, zeigte sich sehr aufgeschlossen gegenüber dem sich vollziehenden Landschaftswandel in der Lausitz, auch vor dem imposanten Hintergrund der stillgesetzten Arbeitsmaschine F 60, die sie zuvor besucht hatte. (UST)
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber




