LMBV betreibt Braunkohlesanierung nach neuestem Stand der Technik

LMBV gewährt unbürokratisch Soforthilfe – Bergbau nach höchsten Sicherheitsstandards – Derzeit keine Erkenntnisse über weitere Gefährdungen an anderen Orten  

Senftenberg/Nachterstedt. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) spricht den Angehörigen der Opfer in Nachterstedt ihr tiefes Mitgefühl aus. Sie unterstreicht ihre Bereitschaft, den Betroffenen durch unbürokratische Soforthilfe jede erforderliche Unterstützung zu geben.

Die LMBV betreibt die Braunkohlesanierung an allen Standorten in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen nach anerkannten und höchsten Sicherheitsstandards.Ziel ist es, eine sichere und vielfältig nutzbare Bergbaufolgelandschaft herzustellen. 

Die von der LMBV standortbezogen für jeden Tagebaubereich geplanten Sanierungsmaßnahmen werden von den zuständigen Behörden eingehend geprüft und erst nach behördlicher Genehmigung – und gegebenenfalls mit Auflagen – realisiert. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird über ein Monitoring auf vielfältigen Fachebenen und im Rahmen der behördlichen Auflagen ständig überwacht. Dazu der Vorsitzende der Geschäftsführer der LMBV, Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu. „Wir berücksichtigen bei allen Projekten den neuesten Stand der Technik. Auch für unsere Finanziers, den Bund und die Braunkohleländer, steht die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit stets im Vordergrund. Wir nehmen dabei keine Abstriche vor, nur um etwa Einsparungen zu ermöglichen. Sicherheit geht vor – seit jeher. “

Nach den Vorfällen in Nachterstedt unternimmt die LMBV alle Anstrengungen, um zunächst den Betroffenen unbürokratisch und schnell Hilfe zu gewährleisten. Mahmut Kuyumcu: „Wir wissen, dass es im Moment viele Fragen gibt. Diesen Fragen stellen wir uns, aber die Ursachen für das furchtbare Ereignis sind noch nicht bekannt. Wir arbeiten, auch gemeinsam mit den Behörden, unter Hochdruck daran, diese so schnell wie möglich aufzuklären. Notwendige Schlussfolgerungen für Nachterstedt und gegebenenfalls andere Standorte können erst danach gezogen werden. Wir informieren sie selbstverständlich über jede neue Sachlage.“
Nach den Einschätzungen der LMBV und den zuständigen Behörden gibt es aber derzeit keine Erkenntnisse, dass an anderen Orten derartige Gefährdungen vorliegen. Die LMBV verfolgt nach wie vor ihren Auftrag, attraktive und sichere Bergbaufolgelandschaften zu schaffen, so dass diese unter Beachtung ihrer herstellungsbedingten Besonderheiten angemessen und sicher genutzt werden können. 

Zum Hintergrund:

Mit der deutschen Einheit und der Neuordnung der Energiewirtschaft im Osten Deutschlands wurden vierfünftel der zahlreichen Braunkohlentagebaue vor dem Ende ihrer planmäßigen Laufzeit stillgelegt. Zur Sanierung und Wiedernutzbarmachung der bergbaulich beanspruchten Flächen im Umfang von rund 100.000 Hektar hat die Treuhandanstalt eigens hierfür im Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums die bundeseigene LMBV gegründet, um Gefahren im öffentlichen Interesse zu begegnen und mit hohen Sicherheitsanforderungen umzusetzen. All dies erfolgt auf Basis der zugelassenen bergrechtlichen Abschlussbetriebspläne sowie den wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschlüssen.

Finanziert werden die Maßnahmen mit Mitteln der öffentlichen Hand auf der Grundlage von Verwaltungsabkommen zwischen dem Bund (75%) und den Braunkohleländern (25%).

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