Geiseltalsee: LMBV-Projekt für Geiseleinlauf fertig gestellt - Minister Haseloff gab „Wasser Marsch“-Befehl

Leipzig/Mücheln. Am größten künstlichen See Sachsen-Anhalts konnte eine weitere Sanierungsetappe gefeiert werden. Das Einlaufbauwerk zur Einbindung des Vorfluters Geisel in den Geiseltalsee wurde Ende April fertig gestellt und nun eingeweiht.

Der Minister für Wirtschaft und Arbeit im Land Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff gab am 30. April 2009 den „Wasser Marsch“-Befehl zur offiziellen Inbetriebnahme des Einlaufbauwerkes der Geisel. Er würdigte aus diesem Anlass das wirken der Sanie-rungsbergleute der LMBV in Sachsen-Anhalt. Die Vorsitzende des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung (StuBA), Elisabeth Wessel (BMU) und der Bürgermeisters der Stadt Mücheln, Udo Wurzel, verwiesen auf die gemeinsamen finanziellen Anstrengungen des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt zur Umsetzung einer nachhaltigen Braunkohlesanierung.

Der LMBV-Chef Dr. Mahmut Kuyumcu betonte in seiner Begrüßung: „Es ist heute ein Erntetag für Visionen. Im Jahr 18 der Bergbausanierung hier bei Mücheln können wir ein weiteres erfolgreiches Kapitel des Geiseltals schreiben, und diesmal handelt es sich um einen wichtigen weiteren fertig gestellten Zulauf für  den vor uns liegenden schönen See. Dies ist kein gewöhnlicher Natursee, sondern vor uns erstrecken sich die gefluteten Restlöcher im Ergebnis von über 300 Jahren bergbaulicher Tätigkeit.“

Begonnen wurde mit den Arbeiten am Geiseleinlauf durch die LMBV im September 2007. Das gesamte Bauwerk erstreckt sich über 450 Meter, der Höhenunterschied da-bei beträgt rund 40 Meter. Zur Kreuzung eines Hauptwirtschaftweges und eines Rad- und Wanderweges wurden zwei Brücken errichtet. Es wurden ca. 50.000 Kubikmeter Erdmassen bewegt, 7.000 Tonnen Wasserbausteine sowie 40.000 Tonnen Schotter eingebaut. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 1,35 Mio. Euro.

Damit sind bereits vier Bauwerke im Geiseltal durch die LMBV fertig gestellt, die die Vorfluter in den Geiseltalsee einbinden. Das waren bzw. sind neben der Geisel der Petschbach im Jahr 2007 und die Leiha und die Stöbnitz in 2008. Im Bau befindet sich derzeit noch das Auslaufbauwerk, das nach Flutungsende im kommenden Jahr das Überschusswasser des Sees in die Geisel gewährleisten wird.

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