Erste Energieholzernte schließt Wertschöpfungskette - Energieholz heizt künftig Biomasse-Heizkraftwerk

Haidemühl. In der Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Welzow-Süd konnte am 4. Februar 2009 nach vierjähriger Umtriebszeit erstmalig Energieholz der Baumart Robinie auf einer 16 Hektar großen Energiewald-Fläche geerntet werden. Die Projektpartner LMBV, BTU Cottbus, Landwirte GmbH Terpe-Proschim und Vattenfall werteten die Versuchsergebnisse der Kurzumtriebsplantagen auf der insgesamt 170 Hektar großen Fläche nach ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit aus, um künftig Holz als landwirtschaftliches Produkt für die Region Lausitz zu etablieren. Die Rekultivierungsverantwortung für die Bergbaufolgelandschaft liegt bei der LMBV. Der regionale Landwirtschaftsbetrieb Landwirte GmbH Terpe-Proschim wurde als Betreiber der Fläche einbezogen, da das Projekt richtungweisend für eine mögliche Entwicklung in der Landwirtschaft ist. Als potentieller Verbraucher im unmittelbaren Umfeld des Energiewaldes bietet sich das Biomasse Heizkraftwerk Sellessen am Umsiedlungsstandort Sellessen/Spremberg an. Seit April 2006 speist es Strom in das Netz des regionalen Energiedienstleisters ein und versorgt Einwohner im Umfeld mit Wärme. Nichtstofflich verwertbare Sortimente wie Kronen-, Ast-, oder Wurzelholz von Forstflächen im Zuge der Landinanspruchnahme versorgen aktuell das Heizkraftwerk mit Brennstoff. Mittelfristig werden die Erträge der Kurzumtriebsplantagen das Brennstoffsortiment ergänzen. Mit der energetischen Verwertung von Biomasse wird die Wertschöpfungskette im ländlichen Raum der Lausitz geschlossen.

Zurück