Sächsischer Ministerpräsident Stanislaw Tillich zu Gast am Berzdorfer See - Hochwasser-Pressereise 2011

Senftenberg/Görlitz. Am 11. August 2011 unternahm der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich eine Pressereise zum Thema Hochwasser. Er informierte sich unter anderem in Dresden, Bautzen und Görlitz über die Folgen der Flutkatastrophe 2002, des Sommerhochwassers 2010 und die unterschiedlichen Flutschutzmaßnahmen. Am Nachmittag war er auch in Görlitz-Weinhübel am Berzdorfer See, um sich von der DB über die Wiederinbetriebnahme der Neißetalbahn sowie von der LMBV über Schadensbeseitigung am Berzdorfer See nach den Hochwasserschäden 2010 zu informieren. Der Ministerpräsident sprach dazu mit Manfred Kolba, Prokurist und zuständige Bereichsleiter Sanierungsbereich Lausitz und mit Benedikt Rothe, DB Netz AG, Leiter der Regionalnetze Mittel- und Ostsachsen. Am 7. August 2010 war es auch im LMBV-Tagebaurestgewässer Berzdorf infolge von Hochwasser und Wassereinbrüchen zu Beschädigungen an Böschungen und Anlagen gekommen. Bedingt durch Starkniederschläge kam es unter anderem zu einem Dammbruch am polnischen Staubecken der Witka nahe der Ortschaft Radomierce. Dadurch wurde die außergewöhnliche  Hochwassersituation in der Lausitzer Neiße noch verschärft. Diese Extremsituation führte dazu, dass die Neiße unkontrolliert über die Ufer am Berzdorfer See trat und an mehreren Stellen - auf einer Gesamtlänge von ca. 500 m - nach dem Bruch des Bahndammes an der Nordostböschung eingedrungen ist. Die nordöstlichen Böschungssysteme und kleineren Uferabschnitte wurden im I. Halbjahr 2011 neu hergestellt sowie die Zufahrtsstraße nach Deutsch-Ossig gesichert. Das bestehende Auslaufbauwerk muss nun neu geplant und errichtet werden.

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