LMBV informiert auf Einwohnerversammlung zu Grundwasseranstiegsproblemen in Burgneudorf

LMBV-Planungsideen für Grundwasserabwehr vorgestellt

Senftenberg/Burgneudorf. Auf Einladung von Spreetals Bürgermeister Manfred Heine hatten sich am Abend des 4. Februar 2015 rund 40 Bürger im Speisesaal der Grundschule Burgneudorf versammelt. Seit 2002 beschäftigt die Grundwasserproblematik das Dorf, 2005 nahm die sogenannte Wassergruppe unter Leitung von Dr. Teuchert erste eigene Messungen vor. Als Vertreter der LMBV war Abteilungsleiter Holger Uibrig eingeladen worden, um Vorstellungen und Ideen der LMBV für eine Gefahrenabwehr aus dem Grundwasserwiederanstieg für den Ortsteil Burgneudorf aufzuzeigen. In Burgneudorf sind laut der LMBV-Planungsabteilung Ostsachsen im Rahmen einer Flächenlösung das Errichten von Drainagen und die Ertüchtigung des Gefluders sinnvoll. Doch für diese Maßnahme ist eine Voraussetzung erforderlich: Der Ausbau der Kleinen Spree, für den gegenwärtig die Planfeststellung läuft. Denn durch den Ausbau könnte die Kleine Spree mehr Wasser halten, um das wichtigste Element – das Gefluder – zu ertüchtigen. Erst danach könnte die Flächenlösung beginnen. Laut denkbarem Zeitplan könnte das frühestens im Jahr 2019 sein.

Ortschaftsrat, Bürgermeister und Betroffene drängen auf eine Zwischenlösung. Diese sieht nach neueren Überlegungen von Holger Uibrig so aus, dass Drainagen bereits parallel schon errichtet werden und das so gesammelte Wasser mittels Pumpstationen direkt in die Kleine Spree abgeben werden könnte. Diese Zwischenlösung könnte dann wahrscheinlich bis im Jahr 2016 realisiert werden. Doch diese temporäre Zwischenlösung soll nur Bestandteil der endgültigen Flächenlösung sein. Konkret heißt das, die LMBV arbeitet weiter an der Flächenlösung und am Ausbau der Kleinen Spree. Doch selbst bei der Zwischenlösung müsste sich die LMBV noch im zweiten Halbjahr 2015 von bis zu 40 Grundstückseigentümern als Mindestvoraussetzung bei der Flächenklärung auch die Zustimmung für die Errichtung der Drainagen auf den jeweiligen Flurstücken einholen. Bürgermeister Manfred Heine zeigte sich diesbezüglich zuversichtlich und appellierte an den Gemeinsinn der Eigentümer.

Zurück