LMBV: Regionalkonferenz Lausitzer Seenland 2018 war wieder breites Schaufenster

LMBV-Beitrag zum Sanierungsstand in der Region mit Interesse aufgenommen

Großräschen/Senftenberg. In diesem Jahr fand die Regionalkonferenz des Lausitzer Seenlandes bereits zum 11. Mal statt. Am Rande des herbstlichen Großräschener Sees trafen sich wieder über einhundert Akteure des Seenlandes auf Einladung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg.

Auch der LMBV-Beitrag zum Sanierungsstand in der Region von Gerd Richter wurde mit Interesse aufgenommen. Mit einzigartigen Ideen, planerischem Geschick und technischen Innovationen habe sich die größte von Menschenhand geschaffene Seenlandschaft in Europa in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, so der Zweckverband. Die stetig steigende Anzahl an Übernachtungen und Aufenthalten zeige, dass das Lausitzer Seenland als Tourismusregion immer stärker angenommen wird. 2018 wurden rund 5 Prozent mehr Besucher mehr gezählt, auch dank des langen und schönen Sommers.

Es gäbe nicht nur viel Licht, auch ein wenig Schatten im Seenland, so Landrat Siegurd Heinze, der auch Vorsitzender Verbandsversammlung des ZV LSB ist, in seiner Begrüßung. 2020 werde das nutzbare Lausitzer Seenland hinsichtlich seiner Wasserfläche größer als die Mecklenburger Seenlatte sein, war von ihm zu hören. Mit dem Bärwalder See, dem Berzdorfer See, dem Geierswalder See sowie dem Bergheider See seien bereits attraktive Gewässer mit vielfältigen Nutzungen an den Start gegangen. Mit weiteren Investitionen werden bald noch stärker der Partwitzer See, der Scheibe-See sowie der Großräschener See folgen, wozu es im Rahmen der Konferenz weitere Beiträge gab.

Dennoch würden durch die sommerliche Dürre und hohen Verdunstungsraten nicht alle Seen so schnell wie gedacht nutzbar. Zudem sei mit der temporär notwendigen Sperrung des Senftenberger Sees nach eine lokalen Rutschung an der Insel nicht nur ein Imageschaden eingetreten, so der Landrat und der Chef des ZV LSN, Wurzler, sondern auch Sorgen von Anrainern, Gewerbetreibenden und Gästen erwachsen. Hier konnte Dipl.-Ing. Gerd Richter, Leiter der Abteilung Projektmanagement Ostsachsen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, etwas Entwarnung geben.

Schon in den nächsten Novembertagen werde die LMBV, bergrechtlich für die gekippte Seeinsel zuständig, die Ausschreibung zu den Sofortmaßnahmen auswerten und voraussichtlichen einen Zuschlag erteilen können. Noch im Dezember 2018 könnte dann mit ersten Sicherungsarbeiten wie der Totholzbergung und der Massenaufnahme zum Verspülen in Tieflagen durch eine Sanierungsfirma begonnen werden. Parallel bemühe sich das LfU, den Wasserspiegel bis zum Frühjahr wieder auf ein unbedenklicheres Niveau zu bringen, der eine Aufhebung der Sperrung ermöglichen würde.

Am Großräschener See wurden bereits erste Fische im Hafenbecken gesichtet, so der Bürgermeister Thomas Zenker. Die Bekalkungsaktionen der LMBV haben den pH-Wert sinnvoll erhöht. Für den Hafen mit rund 100 Liegeplätzen, davon 60 Dauerliegern, würden schon 240 Anmeldungen vorliegen, auch wenn der Wasserstand angesichts der Dürre und Verdunstungsverluste möglicherweise eine Nutzung zum Saisonstart noch nicht erlaube.

Die LMBV informierte u.a. über die Entwicklungen in der Kleinen Restlochkette mit dem Bau von drei Überleitern A, B und C, über die laufenden Sanierungsarbeiten am Sedlitzer See sowie über die bald abgeschlossene schifffahrtstechnische Ausrüstung des Barbarakanals. Daniel Just, Geschäftsführer des ZV LSS ging noch weiter und wünschte sich die Eröffnung des Kanals für den Schiffsverkehr zum 01.04.2019.

Seitens der LMBV werden in den kommenden Monaten parallel die Arbeiten für die Überleiter 3, 3a und 5 beginnen, sofern alle notwendigen Genehmigungen vorliegen und die Ausschreibungen zuschlagen werden können, so Richter weiter. Mehr Informationen zum Stand bzw. Ausblick der LMBV-Vorhaben finden Interessierte in dem beigefügten pdf. Auch die „Lausitzwelle“ informiert in einem TV-Bericht ausführlich zur Konferenz.

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