Aufgaben

Die LMBV ist die bundeseigene Gesellschaft, die die Flächen des stillgelegten Braunkohlenbergbaus sowie der übertägigen Areale des Kali-, Spat- und Erzbergbaus in den neuen Bundesländern im Rahmen von Sanierungs- und Verwahrungsmaßnahmen für deren Folgenutzungen vorbereitet und verkauft.

Das Flächenmanagement der LMBV mit seinen Standorten in Senftenberg, Leipzig und Sondershausen erfüllt in Verbindung mit der Neuordnung und nachhaltigen Nutzung der ehemaligen Bergbauflächen folgende Aufgaben:

  • Verwaltung der bergbaulich in Anspruch genommenen Liegenschaften,
  • Vermarktung der sanierten, verwahrten und wiedernutzbar gemachten Flächen an öffentliche und private Erwerber,
  • Sicherung der Durchführung von Sanierungs- und Verwahrungsvorhaben auch auf Flächen außerhalb des Eigentums der LMBV,
  • Regulierung von Bergschäden und Schäden aus der Sperrung von Flächen im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier,
  • Unterstützung von Flurneuordnungsverfahren in beiden Revieren und
  • Begleitung der Ansiedlung von Unternehmen auf den Lausitzer und Mitteldeutschen Industrieparks und weiteren Gewerbeflächen.

Beispiel für die Vermarktung: Seenverkauf in Mitteldeutschland

Wie viele Bergbaufolgeseen hat die LMBV in Mitteldeutschland bisher verkauft bzw. optioniert?

Die LMBV hat bisher 24 Bergbaufolgegewässer in Mitteldeutschland verkauft bzw. ist deren Verkauf vorgesehen (Liste mit Einschränkung / Lageangabe zum Bundesland). Die LMBV ist bergrechtlich für die Gewässergrundstücke verantwortlich und führt die wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren. Mit dem Freistaat Sachsen wurde im Jahr 2008 eine Vereinbarung zur Übertragung von Tagebaurestseen, die zu diesem Zeitpunkt noch im Eigentum der LMBV waren, abgeschlossen. Erst nach Erfüllung mehrerer Voraussetzungen erfolgt die Übertragung an den Freistaat Sachsen. Seitens des Landes Sachsen-Anhalt besteht kein Interesse an der Übernahme der Bergbaufolgeseen. Der Verkauf erfolgte mehrheitlich an die Anliegerkommunen, Naturschutzverbände bzw. über eine öffentliche Ausschreibung :

  1. Witznitzer Seen (Hainer See mit Haubitzer Bucht, Kahnsdorfer See) / Sachsen
  2. Gröberner See / Sachsen-Anhalt
  3. Gremminer See / Sachsen-Anhalt
  4. Großer Goitzschesee / Sachsen-Anhalt
  5. Cospudener See / Sachsen
  6. Markkleeberger See / Sachsen
  7. Werbener See / Sachsen
  8. Harthsee / Sachsen
  9. Restlöcher Neukirchen / Sachsen
  10. Landschaftssee Köckern / Sachsen-Anhalt
  11. Runstedter See / Sachsen-Anhalt
  12. Restloch Anna-Süd – teilweise / Sachsen-Anhalt
  13. Bockwitzer See – teilweise
  14. Neuhauser See – teilweise / Sachsen-Anhalt
  15. Ludwigsee / Sachsen-Anhalt
  16. Prößdorfer See / Thüringen
  17. Hufeisensee / Sachsen-Anhalt
  18. Grabschützer See /Sachsen
  19. Großkaynaer See / Sachsen-Anhalt
  20. Geiseltalsee/ Sachsen-Anhalt
  21. Runstedter See / Sachsen-Anhalt
  22. Königsauer See / Sachsen-Anhalt
  23. Paupitzscher See / Sachsen-Anhalt

In den bereits abgeschlossenen Kaufverträgen hat sich der jeweilige Käufer verpflichtet, die öffentliche Zugänglichkeit und Nutzung der Seen zu gewährleisten. Für die Tagebaurestsees, die noch nicht an den Freistaat Sachsen übertragen worden sind, kann auf Antrag einzelfallbezogen durch die LMBV einer Zwischennutzung in Abhängigkeit von den bergrechtlichen Verpflichtungen in der Regel jedoch zugestimmt werden. Dazu werden mit den Kommunen in Abstimmung mit dem Freistaat entsprechende Nutzungsverträge abgeschlossen. Kommunale Planungen zur touristischen Entwicklung in den Uferbereichen der Seen werden durch die LMBV gemeinsam mit dem Freistaat unterstützt.