„Wasser Marsch“ aus der Lausitzer Neiße für den Tagebau Berzdorf

Berlin/Görlitz. Am 18. Februar 2004 vollziehen die Staatssekretärin Andrea Fischer, der Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, Prof. Dr. Rolf Karbaum und der Vorsitzender der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu gemeinsam den offiziellen Knopfdruck zur Inbetriebnahme der Flutungsanlage Neiße südlich der Stadt Görlitz.

Im Ergebnis gemeinsamer Bemühungen aller Beteiligten kann auf der Grundlage des Plan-feststellungsbeschlusses Berzdorfer See durch das Regierungspräsidium Dresden Wasser aus dem Grenzfluss Lausitzer Neiße in Zeiten ausreichender Wasserführung zur Flutung des künftigen Berzdorfer Sees genutzt werden.

Die Baumaßnahmen der temporären Flutungsanlage Neiße, bestehend aus einem Entnahmebauwerk an der Neiße, einer ca. 1000 Meter langen Doppelrohrleitung, einem Schwimmponton und den elektrischen Anlagen mit der erforderlichen Steuer- und Regeltechnik, sind seit Mai 2003 fertiggestellt. Für den Zeitraum der Flutung von ca. 4 Jahren kann je nach Wasserdargebot in der Lausitzer Neiße über diese Flutungsanlage bis zu 10 m³/s Neißewasser in den Berzdorfer See gelangen.

Als Voraussetzung für eine sichere Inbetriebnahme dieser Flutungsanlage musste sich ein Wasserstand von 10 Metern im Restsee einstellen. Um dies zu erreichen, wurde mit der Flutung aus der Pließnitz bereits am 1. November 2002 begonnen. Aufgrund extrem geringer Niederschläge im Jahr 2003 wurde der notwendige Wasserstand erst Ende des Jahres erreicht. Danach konnte mit dem Funktionstest und Probebetrieb begonnenwerden.

Zur feierlichen Inbetriebnahme der Flutungsanlage Neiße können wir Sie oder einen Vertreter der Redaktion nun am 18. Februar 2004 um 15:30 Uhr recht herzlich einladen.

Zurück